Wasserheilkunde

Wasser, Luft und Erde ist der Ursprung des Lebens. Nur zu selten nutzen wir in unserem Alltag die erholsamen und anregenden Reize des Wassers, um unseren Körper etwas Gutes zu tun.

Hier erfahren Sie altbewährte Naturheilpraktiken, die Ihrem Organismus beleben.

Wärme und Kältereize unterstützen dem Organismus zu positiven regulierenden Reaktionen.

Güsse

Schenkel- oder Knieguß

Der Schenkel- oder Knieguss schafft bessere Durchblutung, Erfrischung bei müden Beinen, ideal bei Krampfadern und gestauten Venen. Es ist gut verträglich bei Bluthochdruck und dient Abends, unmittelbar vor dem Schlafengehen als gute Einschlafhilfe.

Durchführung: mit einem Schlauch oder Duschkopf den kalten Wasserstrahl einige Sekunden lang um das ganze Bein herum wie einen Mantel abfließen lassen.

Gesichtsguss

Mehr Durchblutung und Straffung der Haut. Erfrischt bei Abgeschlagenheit und Ermüdung und beruhigt das nervöse Herz.

Durchführung: Den Wasserstrahl von der rechten Schläfenseite, über die Stirn, um das Gesicht kreisende Bewegung 2-3x. Es folgen einige Längstriche (von der Stirn hinunter) rechts neben der Nase und anschließend das selbe auf der linken Seite. Zum Abschluss noch einmal das Gesicht kreisen.

Armguss

Belebt und erfrischt, bringt eine bessere Armdurchblutung und regt den Kreislauf an.

Durchführung: Den Wasserstrahl beginnend am rechten Handrücken zum Schultergelenk zu führen, dort lassen Sei das Wasser einige Sekunden über den ganzen Arm abfließen. Anschließend wird der Wasserstrahl an der Innenseite abgeführt. Anschließend wird der linke Arm begossen. Dies im Anschluss ein zweites Mal wiederholen.
! Zu beachten ist hier, das die Anwendung nicht für Personen geeignet sind die Herzrhythmusstörungen und Herzerkrankungen (z.B. Angina pectoris) haben. Hierbei erst nach Absprache mit dem Arzt.

Wechselgüsse

Durch die wechselnde Temperatur dehnen und ziehen sich Arterien und Venen zusammen. Wechselgüsse dienen als Gefäßtraining.

Durchführung: Ein warmes duschen mit einer Temperatur um die 36-38 Grad, um den Körper gut zu Durchwärmen.  Darauf folgt der kalte Guss (Duschtemperatur umstellen) für ca. 5-10 Sekunden. Dieser Vorgang wird insgesamt 3x durchgeführt. Falls Ihr Körper noch nicht an kalte Temperaturen gewöhnt ist, empfiehlt es sich ihr Gesundheitstraining mit den Wechselgüssen mit den jeweiligen Teilbereichen zu beginnen.

Barfuß

Wassertreten

Erfrischt die Füße, bringt Besserung bei arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen und regt den Kreislauf an. Am Abend kann dies eine gute Hilfe zum besseren Einschlafen sein.

Durchführung: Im ‚Storchengang‘ durch das Wasser gehen, dabei wird bei jedem Schritt das Bein aus dem Wasser gehoben und wieder eingetaucht, so lange bis nach 30 Sekunden (bis 1 Minute) ein starkes Kältegefühl an den Füßen und den Unterschenkeln auftritt. Anschließend Strümpfe anziehen und Beine zur Nachwärmung einpacken.
Tipp: Das Wassertreten fördert den Schlaf, sodass es sich wunderbar vor zu Bett gehen eignet.

Tautreten

Eine kleine aber wirksame Anwendung zur Anregung von Körper und Geist, gibt Schwung für den Tag und ist zusätzlich eine gute Fußgymnastik.

Durchführung: Barfuß 1-2 Minuten durch das taunasse Gras gehen. Im Anschluß sofort warme Socken anziehen.

Schneegehen

Auf einen sehr starken Kältereiz reagieren selbst kalte Füße und werden dadurch warm und besser durchblutet. Der Kreislauf wird angeregt.

Durchführung: 10-20 Sekunden durch den weichen Schnee gehen, bis der Kälteschmerz eintritt. Danach warme Wollsocken anziehen und warmlaufen.

Bäder

Armbad

Es verbessert die Armdurchblutung, sorgt für eine vermehrte Durchblutung der Brustorgane (Herz und Lunge) und des Körpers. Bei nervösen Herzbeschwerden wirkt das Armbad beruhigend. Es regt an, ohne „aufzuregen“.

Durchführung: Zuerst den rechten, dann den linken Arm bis zur Mitte des Oberarmes in eine Wann oder in ein Waschbecken in kaltes Wasser eintauchen und 10-30 Sekunden im Wasser lassen.
! Nicht mit kalten Händen durchführen. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen, Herzkrankheiten oder Angina pectoris nur nach ärztlicher Erlaubnis anwenden, da es durch die Kälte zu Arterienverengungen führt und die Brustorgane betrifft.

Wechselfußbad

Bringt eine Durchblutungsverbesserung bei chronisch kalten Füßen. Weiterhin können Köpfschmerzen, Migräne und hoher Blutdruck günstig beeinflusst werden. Besonders wohltuend bei beginnenden grippalen Infekten.

Durchführung: Zur Vorbereitungen werden zwei Wannen jeweils mit 1x warmen (36-38 Grad) Wasser und 1x mit kaltem Wasser gefüllt. Zu Beginn werden die Füße für 5 Minuten in das warme und anschließend für 10 Sekunden in das kalte Wasser getaucht. Dies wird erneut wiederholt und mit dem kalten Bad beendet. Zusätzlich kann in das warme WasserBadezusätze wie Fichtennadeln, heublumen, Rosmarin beigegeben werden. Nach dem 2. Durchgang werden die Füße abgetrocknet und mit warmen Socken angezogen.
! Nicht geeignet bei Krampfadern.

Halbbad

Führt zu psychischer und vegetativer Umstimmung und ist eine wohltuende Erfrischung an schwülen Sommertagen.

Durchführung: Wird in einer halbvollen Badewanne durchgeführt, die mit kaltem Wasser befüllt ist. Sie steigen langsam ein und bleiben etwa 5-10 Sekunden ( Nach Gewöhnung auch bis zu 30 Sekunden) mit ausgestreckten Beinen im wasser sitzen, der Oberkörper kann hierbei bbekleidet bleiben.
! Nur mit gut erwärmten Körper durchführen.

Ich hoffe ich konnte Sie mit den Bädern und Güssen inspirieren. Probieren Sie es aus.
Damit es Ihnen gut geht.

Ihr Gesundheitsberater und Krankenpfleger

Fabio D’Adamo

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