Pflegekräfte aus dem Ausland – Ist das die Lösung?

Aktuelle Politik

In der Pflegebranche herrscht ein Fachkräftemangel. Zudem hat der Nachwuchs kein Interesse daran diesen Beruf zu erlernen, weswegen die Bundesregierung mit der Fachkräfteoffensive ausländische Pflegekräfte anwirbt.

Worum geht es hierbei?

Aufgrund des demographischen Wandels werden die Menschen in Deutschland immer Älter. Durch die Abschaffung der Bundeswehr und dessen Aushilfe in Sozialeinrichtungen und den missratenen Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser verliert dieser Beruf immer mehr an Attraktivität. Die Folge, der Nachwuchs in diesem Bereich fehlt und Pflegekräfte aus dem Ausland sollen diesen Personalmangel entschärfen.

Ist das Pflegeproblem damit langfristig beseitigt?

Pflegekräfte aus dem Ausland sind auf dem ersten Blick keine schlechte Initiative, da sie die aktuelle Situation entlasten. Denn viele Pflegekräfte leiden bereits seit Jahren unten den grenzwertigen Arbeitsbedingungen und haben die Hoffnung auf Besserung aufgegeben. Initiativen den Beruf erlernen zu wollen erfordern diverse Maßnahmen wie z.B. Ausbildungszeit, Image Steigerung und Marketing. Hierbei lassen sich Ergebnisse erst nach Jahren erkennen. Um die Situation also kurzfristig zu entlasten, ist die Einstellung von Pflegekräfte aus dem Ausland sinnvoll, jedoch nicht zukunftsträchtig.

Welche Probleme könnten hierbei entstehen?

Das Hauptproblem in der Pflege ist nämlich ihr Image. Die fehlende Anerkennung als Professionelle und das Bemitleiden dieses Berufes führen in der Gesellschaft zur fehlenden Wertschätzung und das auch finanzieller Natur.

„In der USA ist die Pflegekraft eine anerkannte Person, ähnlich wie der Arzt, der sich um Menschenleben kümmert. In Deutschland wird die Pflege mit das Beseitigen von Kot gleichgestellt.“

Das Problem welches durch die Pflegekräfte aus dem Ausland entsteht ist nicht direkt für den Kunden ersichtlich, aber viel mehr in den Unternehmen. Sie erkennen, dass ausländische Pflegekräfte günstiger sind und stellen diese anstelle von Pflegekräften ein.
Das Unternehmen dazu gezwungen sind bereits heute nach Alternativen der Pflegefachkräfte zu suchen zeigt besonders der Aufstieg von Zeitarbeitsfirmen, die Pflegekräfte vermitteln. Eben diese können von den Firmen als Sachleistung, anstatt von Personalkosten abgerechnet werden.

Ob hierbei das DRG System langfristig tragbar ist bedarf meiner Meinung einen separaten Beitrag und Diskussion.

Was wirklich dagegen hilft!

Image Steigerung: Viele Berufe, die nicht gut bezahlt werden, sind gesellschaftlich dennoch Anerkannt. Hierbei gilt es vor allem in der Öffentlichkeit, aber auch in den Unternehmen selbst die Wertschätzung der Pflegekräfte und des Pflegeberufes zu unterstützen. Das Selbstbild zu stärken und den Pflegekräften trotz ihrer Bereitschaft altruistisch zu handeln auch die nötigen Spielräume zu bieten, die ihre Arbeit mit ihrem Sozialleben vereinfacht. Der Beruf muss attraktiver gestaltet werden, von den Arbeitgebern, ob nun Schichtpläne, Wunschfrei, feste freie Tage für einen geregelten Alltag, aber auch finanziell durch tariflich vereinbarte Löhne.

24 Pflegekräfte für Zuhause aus dem Ausland günstiger

Stand heute können sich die Wenigsten ein Platz im Pflegeheim leisten. Staatliche Vorteile sind hierbei begrenzt. Der Bürger muss sich also selbst um die Pflege kümmern und die Gesellschaft steuert auf ein Szenario zu, das für Gesundheit der älteren Bevölkerung nicht mehr tragbar ist.
Die Alternative ist die 24 Stunden Pflege für Zuhause und zwar durch Pflegekräfte aus dem Ausland. Einen Beitrag was eine 24 Stunden Pflege für Zuhause ist und für wem sich es lohnt, kannst du hier (zum Beitrag) nachlesen.

Entscheidungen langfristig betrachten

Die Pflegekräfte aus dem Ausland zu rekrutieren ist als entlastende Maßnahme kurzfristig ein Schritt, der eine Veränderung erzwingt. Doch will der Bürger von jemanden gepflegt werden, der die Sprache kaum kann und ihn nicht versteht? Wollen wir weiterhin nur „schnell“ versorgt werden, ohne den Menschen ganzheitlich zu betrachten? Wollen wir weiterhin gefährliche Pflege betreiben, die nur auf Stürze, Aspirationen oder ähnliche reagiert, anstatt diese durch ausreichend Zeit, Personal und Fachwissen zu beheben? Das sind Fragen aus dem Alltag und diese gilt es zu beachten.
Die Tür sollte für diejenigen offen sein, die tatsächlich in der Pflege unterstützen wollen, doch langfristig sollte aus dem eigenen Land die Pflegebranche an Wert gewinnen.

Denn anstelle der Einführung der akademischen Pflege-Profession bewegen wir uns in die Generalisierung, die aufgrund des Personalmangels dazu führt.
Die Kriterien zum Einstieg in den Ausbildungsberuf des Gesundheits- und Krankenpfleger sind bereits auf einem sehr niedrigem Standard. Dies führt dazu, dass die Ausbildung einem hinterhergeworfen wird, um den Personalmangel zu bewältigen.

Laut Eisenhower handeln wir „an dringlichen Bereichen“ (Personal füllen), anstatt uns auf „wichtige Bereiche“ (Image verbessern) zu fokussieren.

Meiner Meinung nach ist die Profession und das Image wichtige Bereiche die es politisch zu verbessern gilt. Der Beruf soll von den Bürgern und den Schülern der Zukunft erlernt werden WOLLEN, die Schüler sollen mit voller Freude und Energie ihren Beruf wahrnehmen wie z.B. in unseren Nachbarländern.

Top 3 Länder, in denen der Beruf gerne gelernt wird

1. USA
2. SKANDINAVISCHE LÄNDERN
3. SCHWEIZ/ ÖSTERREICH


Quelle: Statistika.com

„Qualität ist nachhaltig. Wer glaubt gute Pflegekräfte sind teuer, sollte es mit billigen versuchen und er geht pleite.“

 

Dein Gesundheitsberater und Krankenpfleger,

Fabio D’Adamo

 


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