Laienpflege oder doch professionelle Pflege?

Des öfteren bekomm man den Begriff der Laienpflege zu hören. Doch was ist Laienpflege eigentlich? Nun, als Laienpflege wird das Ausüben einer Pflegetätigkeit angesehen, die von Personen durchgeführt werden, die keine berufliche Ausbildung zum Pflegeberuf erlangt haben. Oftmals handelt es sich um Familienangehörige oder nahestehende Personen die häuslich Betreut und „gepflegt“ werden.

Der Unterschied zwischen einer professionellen Pflege und der Laienpflege?

Das Erlangen der Berufsbezeichnung z.B. als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, oder Altenpfleger/in ändert den Status von einer Laienpflege zu einer professionellen Pflege, die nach Absolvierung Ihrer Ausbildung (oder Studiums) das Wissen und die Fähigkeiten erlangt haben von Laienpflege abzuweichen. Die Laienpflege ist keineswegs abwertend bezeichnet, so wird unter bestimmten Vorraussatzungen von der Pflegeversicherung diese mit der zahlung von Pflegegeld unterstützt. Auch die Krankenkassen fördern mit dem Pflegekurs die Laienpflegem, ändern jedoch auch damit nichts an den Laienstatus.

Jetzt stellt sich die Frage: Alles schön und gut, doch was bringt mir jetzt die Laienpflege und wann ist es sinnvoll professionelle Pflege zu angagieren?

zunächst lassen sich die Aufgaben der Laienpflege kurz zusammenfassen:

  • Unterstützung körperlicher Tätigkeiten
  • Unterstützung beim an und auskleiden
  • Unterstützen bei der häuslichen Versorgung (aufräumen, einkaufen, ..)
  • unterstützung bei der Zubereitung des Essens

Ab wann ist professionelle Pflege ratsam?

  • Dann wenn Sie als Angehörige sich körperlich und psychisch nicht mehr in der Lage fühlen diese Aufgaben zu bewerkstelligen. Dieses gefühl findet häufig bei Angehörigen statt, jedoch empfinden Sie es als Tabu es anzusprechen, da Sie für die Angehörigen da sein wollen. Eins darf man dabei nicht vergessen. Dem Pflegebedürftigen ist allenfalls mehr geholfen, wenn professionelle Hilfe zur Verfügung steht und Sie als Angehörige Ihre Kraft darauf konzentrieren die Laune und die Freizeit mit Themen zu füllen, die nicht mit der Erkrankung und der alltäglichen Schwierigkeit zutun haben.
  • Dann wenn spezielle Erkrankungen vorliegen und Sie oder die betroffene Person nicht damit umgehen können. Hierbei ist jede Schulung die von den Krankenkassen angeboten wird hilfreich.
  • Dann wenn Medikamente nicht eingenommen werden und Sie nicht die Zeit haben regelmäßig auf Ihre Angehörige aufzupassen. Hierbei kann der ambulante Pflegedienst abhilfe schaffen und die Medikamente zu geregelten Zeiten vorbei bringen. Auch die Einweisung in ein Pflegeheim ist eine Option, die jedoch ´nicht primär zu erwägen ist, da es ein sehr präkeres Thema ist und die Pflegebedürftige Person sich von seinem vertrautem Heim entzogen wird. Dies kann zu einer Deprivation führen.
  • Dann wenn die Qualitätssicherung nicht gewährleistet werden kann und Pflegegeld in Anspruch genommen wird. Hier findet in der Regel mehrmals jährlich ein Qualitätsicherungsbesuch, von einem selbst gewählten ambulanten Pflegedienst statt. Die Richtlinien hierfür sind durch §37 Absatz 3 SGB XI festgelegt.

 

Ich hoffe mit diesem Beitrag konnten einige Fragen erklärt werden.

Ihr Gesundheitsberater und Krankenpfleger,

Fabio D’Adamo

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