Gesunde Psyche – Wie Freunde zur Gesundheitsvorsorge beitragen

Gute Freundschaften sind für die Gesundheit genauso wichtig wie Bewegung oder das Nichtrauchen. Eine australische Studie ergab, dass man mit guten Freunden 22% länger und auch gesünder lebt.
Sie wurde bei 300.000 Menschen erfasst und verdeutlichte, dass Menschen mit einem guten Freundeskreis eine um 50% höhere Überlebenswahrscheinlichkeit haben.

Freundschaften sind nicht nur wichtig für die Gesundheit, sie sind auch der stärkste Schutz vor seelischen Erkrankungen.
Angstzustände, psychosomatische Störungen und Depressionen beruhen immer auf einem Mangel an Freundschaften.

Wie wirkt sich unser soziales Umfeld auf unsere Gesundheit aus? 

Unter Freunden verspürt man große Nähe und berichtet auch über seine Schwächen und Schwierigkeiten im Leben. Kann man diese Probleme mit niemanden Teilen erhöht sich der Stresspegel, das Hormon Cortisol steigt an.
Das Hormone Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen, habe ich dir bereits in dem Beitrag „Bewegung – Aktivität gegen niedere Gedanken“ beschrieben.

Zusammgefasst führen Glückshormone wie Serotonin und Endorphin zu Stimmungsaufhellung, Gelassenheit und Freude, wo hingegen Cortisol zu Ängsten und schlechter Laune bis hin zur Depression führen kann.

Vor allem Männer sind demnach gefährdet. Sie sprechen zwar gerne über Autos, Fussball und Erfolg, jedoch ungern über Schwächen und Ängste. So sind meist die Ehefrauen die einzigen Menschen, mit denen Männer offen über sich reden. Doch dadurch sind Männer oft verhängnisvoll von Frauen abhängig und das ist tragisch, denn inzwischen gehen 60% der Trennungen von Frauen aus, woraufhin Männer dann oft in eine tiefe Krise stürzen.

5 Tipps Wie du Freundschaften aufbaust und erhältst

1. Ein Grund für mangelnde Freundschaften ist das eigene geringe Selbstvertrauen. Nur wer sich selbst als Freund hat, hat das Selbstbewusstsein auch Fremde anzusprechen.
Wenn du dir denkst: „Was kann ich anderen schon geben?“ Solltest du dir deiner Stärken bewusst werden und zu ihnen stehen.

Quick-Tipp: Schreibe dir am Abend 3 Dinge auf, die du an dem Tag gut gemacht hast, seien sie noch so klein. Unser Gehirn merkt sich evolutionstechnisch nur das Negative, um vor widerholter Gefahr entsprechend zu reagieren. Trainiere dich auch das Positive zu sehen und entdecke, was du alles zu bieten hast!

2. Ein weiterer Punkt, weshalb du wenige Freunde haben könntest, ist die fehlende Teilnahme an sozialen Gruppen. Freundschaften beginnen meistens in einer Gruppe, in der man gemeinsame Themen hat, z.B. im Sportverein, an Hochschulen oder über familiäre Feiern. Nach Beendigung der Schulzeit fällt es den meisten Menschen schwer, neue Kontakte zu knüpfen.

Quick-Tipp: Hast du ein Sport den du liebst? Eine Fähigkeit die du weiterentwickeln kannst? Trete in einem Verein bei, oder spreche mit Leuten oder bereits vorhanden Freunden über deine Interessen!



3. Deine Freunde distanzieren sich und du weißt nicht warum? Frage dich, ob du selbst ein guter Freund bist. Spricht ihr nur über deine Themen, oder auch über die deiner Freunde? Schaue welche Themen euch interessieren und vertieft sie.

Quick-Tipp: Redet z.B. über Situationen im Leben die vor kurzem, oder auch seit langem besonders schön waren. Erzählt beide und vielleicht entdeckt ihr daraus etwas, was ihr gemeinsam unternehmen könnt.

4. Das persönliche Gespräch ist die Grundlage aller Freundschaft. Demnach kann deine Schüchternheit vor dem Gespräch mit einem anderen Menschen dazu führen auch keine neuen Freundschaften aufzubauen.

Quick-Tipp: Habe das Selbstbewusstsein ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen und habe keine Angst sie anzusprechen. Jeder Mensch sucht einen Menschen der sich für seine Themen interessiert und sie teilt. Also beginne damit Menschen anzusprechen und ihnen einfach zuzuhören, daraus entwickelt sich immer ein Gespräch.

5. Der letzte, aber wohl der wichtigste Punkt ist: Zu wenig Zeit.
Freundschaften kränkeln, wenn du dich zu wenig um sie kümmerst. Unausgespochene Konflikte führen anschließend zum Rückzug.

Quick-Tipp: Plane dir mindestens 2 Stunden pro Woche für deine Freundschaften und reserviere sie dir. Frage dich, was du gemeinsam mit deinem Freund unternehmen kannst und erlebe (auch wenn nur kurze) schöne Momente mit deinen Freunden.

50% aller Freundschaften enden innerhalb von 7 Jahren, meist durch ungeklärte Konflikte. Diese sollten besprochen werden, denn wir alle sind sehr empfindlich.

Wenn du deinem Freund großzügig seine positiven Eigenschaften vermittelst, ist er meist auch für die Kritik empfänglicher.

„Zeit ist das kostbarste Gut.“

Das sich Freundschaften mit der Zeit verlieren ist normal. Interessen ändern sich und man selbst entwickelt sich. Dennoch solltest du dir immer ein soziales Feld schaffen, was dich unterstützt und fördert. Denn das Selbstbewusstsein eines Freundes zu fördern und ihnen Kraft in schweren Tagen zu geben, ist die schönste Aufgabe einer Freundschaft.

Weil Gesundheit an erster Stelle steht.

 

Dein Gesundheitsberater und Krankenpfleger,

Fabio D’Adamo

 

 


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