Was brauche ich alles für meinen Aufenthalt im Krankenhaus?

Krankenhaus

Sie sind das erste mal im Krankenhaus und wissen nun nicht was Sie alles brauchen, mitbringen oder doch lieber zuhause lassen sollen? Dieser Ratgeber soll Ihnen und Ihren Angehörigen als Leitfaden dienen und Ihnen aufzeigen was alles für den Aufenthalt in einem Krankenhaus, Kur oder ähnliche gesundheitlichen Einrichtungen benötigt wird, da häufig das Maß nicht eingeschätzt werden kann.

Da die Dauer in einem z.B. Krankenhaus meist Tage bis Wochen andauert, empfiehlt es sich
Klamotten zum umziehen mitzubringen. Auch wenn es Einrichtungen gibt die Flügelhemden oder einrichtigungsinterne Klamotten anbieten, ist es für das eigene Wohlbefinden doch am liebsten seine eigenen Klamotten mitzunehmen. Sportliche, sowie bequeme Klamotten sind hierbei meist am günstigsten, um den Bewegungsumfang und Wohlgefühl zu fördern. Warme Wollsocken kann für den ein oder anderen ebenfalls hilfreich sein, um gerade bei Nacht Wärme zu erhalten und den Schlaf zu fördern.

Quick-Tipp: Für jeden Tag ein Oberteil, Hose, Unterhose, ggf. BH und Socken dabei haben.

Das Bad. Auch wenn hier von den Einrichtungen Seife, Handtücher und weiteres bereitgestellt werden, empfiehlt es sich auch hier seine eigenen Pflegeutensilien mitzunehmen. So können Feuchttücher, oder eigene Waschhandschuhe wohl tun.

Quick-Tipp: einen beautycase/ Kulturtasche mit Zahnbürste, Zahnpasta , ggf. Becher zum durchspülen, einen Kamm, Deo, Hautkreme einpacken und dazu zwei kleine und ein großes Handtuch.

Zu empfehlen ist außerdem die Hilfe von der Einrichtung zu nutzen. In der Einrichtung selbst kann man sich Tüten für schmutzige Wäsche (Unterwäsche, Hosen, Oberteile, Handtücher,..) geben lassen und diese Ihren Angehörigen mitgeben und austauschen lassen. Falls Sie ein Angehöriger einer Person sind, halten Sie Absprache mit dem Personal, die Ihnen Auskunft darüber gibt welche Klamotten benötigt werden.

Ein eigenes Händedesinfektionsmittel für den Aufenthalt im Krankenhaus ist für die persönliche Hygiene zu empfehlen.
Des Weiteren sollte bei längerer Verweildauer eine  Nagelpfeile mitgebracht werden, da die Pflegekräfte aus gesetzlicher Sicht nicht die Fingernägel der Patienten schneiden dürfen.

Die Schuhe. In Krankenhäusern, wie auch in Gesundheitszentren ist darauf zu achten, dass festes Schuhwerk mitgebracht wird, um Stürze zu vermeiden. Weiterhin können Hausschuhe/ -Schlappen mitgenommen werden, um nicht barfuß zu Laufen, oder im Bad zu stehen, falls geduscht werden mag.

Essen und Trinken. Darf eigenes Essen in Krankenhäuser mitgebracht werden? Nun, in der Regel spricht nichts gegen das Mitbringen von eigenem Essen. Auch das Trinken spielt eine große Rolle, so vernachlässigen vor allem ältere Personen das Trinken, wenn Sie nicht daran erinnert werden. Dies kann von Kopfschmerzen bis hin zu Verwirrungen (Delirzuständen) führen. So kann auch hier das Mitbringen von Lieblingsgetränken durch Angehöre erfolgen.
Das Ziel ist es ja schließlich, wieder zu Kräften zu kommen.
Wichtig: Gerade bei hochbetagten (älteren) Personen ist mit dem Pflegepersonal oder dem Arzt abzuklären, ob es dem aktuellen Gesundheitszustand hilft etwas von „zu Hause“ mitzubringen, denn besondere Erkrankungen benötigen besondere Behandlung, worin auch die Nahrungsaufnahme und Trinkmenge dazu gehören. So kann eine  maximale Trinkmenge oder auch eine spezielle Kost vom Arzt verordnet sein.

Quick-Tipp: Sprechen Sie mit dem Pflegepersonal, ob (Lieblings-) Essen und Trinken von Zuhause mitgebracht werden darf und helfen Sie Ihren Angehörigen wieder zu Kräften zu kommen.

Zur Beschäftigung. Da es in Krankenhäusern häufig langweilig wird ist es gut sich vorab etwas zur Beschäftigung mitzunehmen. Bücher oder Rätselhefte sind dabei sehr hilfreich.
Für all diejenigen, die mehr Technik am Hut haben, so sind Smartphones und iPads in so gut wie allen Einrichtungen erlaubt mitzunehmen. Kopfhörer, um den eventuellen Zimmernachbarn nicht zu stören ist zu empfehlen. Da heutzutage in Krankenhäusern noch kein WLAN (Internetverbindung) üblich ist, kann hier meist nur über Ihren eigenen Handytarif, insofern sie eine Internetflat besitzen, das Internet genutzt werden. Daher empfiehlt es sich für diejenigen (meist jüngere Leute), die iPads oder ähnlich mitbringen und Filme oder Musik streamen, sich diese im Vorfeld offline abzuspeichern, um den mobilen Internetspeicher zu schonen. Das Selbe gilt übrigens auch für Podcasts und Hörbücher. Weiterhin ist in den meisten Krankenhäuser ein Fernseher im Zimmer enthalten, jedoch gibt es von Haus zu Haus unterschiede.
So kann es in einem Krankenhaus einen Fernseher pro Person, direkt am Bett

geben und in einem anderem Haus, ein Fernseher pro Zimmer, den man sich mit einem Mitpatienten teilen muss. Falls es doch mal weniger elektronisch sein soll, helfen noch die guten alten Bücher und Zeitschriften.

Weitere Gesellschaftsspiele, wie z.B. Karten sind meist auch eine gute Idee, um sich die Zeit zu vertreiben und für die etwas älteren unter den Lesern kann auch das Häkeln eine wunderbare Beschäftigung sein.

Hörbücher zum Thema Pflege finden Sie hier.

Zu Medikamenten. Krankenhäuser haben in der Regel eine eigene Apotheke, wo Ihre benötigen Medikamente vorrätig sind. Es kann allerdings vorkommen, dass bei besonderen Medikamenten eine Sonderanforderung ausgefüllt werden muss, um dieses entsprechende Medikament auf Station zu erhalten, so kann es mal zu Verzögerung von 1-2 Tagen kommen, bis all Ihre Medikamente vorrätig sind. Hierbei empfiehlt es sich Ihre eigenen Medikamente für 1-2 Tage mitzunehmen, falls entsprechende Medikamente noch nicht vorhanden sind. Dies gilt ebenfalls für Insulinspritzen oder ähnliche Arzneimittel, die nicht oral eingenommen werden.

Da im Laufe der Behandlung Medikamente auch umgestellt werde, um den Gesundheitszustand zu verbessern, empfiehlt es sich die Medikamente einzunehmen, die von Station gerichtet werden insofern alle Medikamente auf Station verfügbar sind.
Bei weiteren Fragen zu Medikamenten, sprechen Sie mit dem Arzt oder dem Pflegepersonal, die Sie darüber informieren können.

Besuch. Wie üblich sind in beispielsweise Krankenhäuser Besuchszeiten einzuhalten. Diese sind meist Mittags. Da morgens, die tägliche Routine des Pflegepersonals, sowie unter Umständen Therapien durchgeführt werden sind gerade da keine Besuchszeiten erwünscht. Weiterhin sollte man gerade in gesundheitlichen Einrichtungen, wo die betroffenen Personen zur Genesung verweilen, nicht mit zu viele Angehörigen auftauchen, um die Ruhe für die Mutpatienten zu gewährleisten. Je nach Einrichtungen sind zwischen 2-4 Besucher angemessen.

Quick-Tipp: Fragen Sie das Pflegepersonal, welche Besuchszeiten in Ihrer Einrichtung gelten.

Wertsachen. Die Gesundheitseinrichtung in den sich Sie oder ein Angehöriger befindet übernimmt keine Haftung gegenüber Geld, Geldbeutel, Handy, Klamotten, Schmuck oder ähnliches. Da im Krankenhaus in der Regel kein Geld benötigt und die Versorgung durch die Krankenkasse gezahlt wird, empfiehlt es sich zu Beginn beim Pflegepersonal zu erkundigen, wofür Geld nötig ist, wenn überhaupt.

Falls Sie beispielsweise kein Mobiltelefon bei sich haben, so gibt es die Möglichkeit in manchen Einrichtungen ein Telefon am Bett zu erhalten. Dies kostet jedoch in der Regel eine Pfandgebühr und tägliche bzw genutzte Telefonminuten.

Quick-Tipp: Bringen Sie so wenig wie nötig an Wertsachen mit.

Weiterhin kann, falls Angehörige von Ihnen Ihre Wertsachen nicht mitnehmen können, das Pflegepersonal angesprochen werden. Die Wertsachen können verwahrt werden, nachdem Sie ein Formular bezüglich Ihrer Wertsachen unterschrieben haben. Um selbst auf Seine Wertsachen aufzupassen, eignet sich eine Mini-Geldkassette mit Schlüssel-Schloss, kann der Schlüssel stehts mitgenommen werden.

Ihr Gesundheitsberater und Krankenpfleger

Fabio D’Adamo

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