10 Tipps zur Sturzvermeidung im Krankenhaus

  1. Achten Sie auf Hindernisse und nasse Böden

Nach der Reinigung von der Putzkraft sind die Böden meist nass und es herrscht Rutschgefahr. Hier dient der Tipp: warten bis der Boden getrocknet ist. Falls Sie dringend auf Toilette gehen müssen, betätigen Sie Notfallklingel ausnahmsweise und laufen Sie sicher in Begleitung zum Bad.
Weiterhin können Hindernisse mögliche Stolperfallen sein. So zum Beispiel Infusionsständer, Sauerstoffbrillen, Telefonleitungen oder Unebenheiten auf den Weg ins Bad. An dieser Stelle empfiehlt es sich den Weg zur Toilette bewusst zu beobachten und diese Hindernisse bei Seite zu stellen.

2. Planen Sie sich genug Zeit für Ihren Toilettengang ein

Der hastige Weg zur Toilette ist einer der häufigsten Ursachen für Stürze. Daher ist es hilfreich folgende Gewohnheit einzuüben: Nach jeder Mahlzeit auf Toilette gehen. Durch das stetige Wiederholen, eignet sich der Körper und der Biorhythmus sich diese Gewohnheit an. Sie können Ihren Toilettengang planen und die erforderliche Zeit dafür berücksichtigen. Natürlich ist dieses Einüben mit viel Zeit verbunden, aber es hilft. Für diejenigen, die sich keine Gewohnheit aneignen möchten gilt es den Toilettengang frühzeitig durchzuführen und nicht, wenn der Druck bereits so groß ist, dass Sie auf Toilette hetzen müssen. Falls Sie noch unsicher auf den Beinen sind, melden Sie sich beim Personal bereits bei leichtem Druckempfinden, sodass ein Zeitpuffer zwischen dem Erscheinen des Personals und dem Gang auf Toilette herrschen kann.

3. Stellen Sie Gehhilfen immer griffbereit

Egal ob Gehstöcke, Gehböcke oder Rollatoren. Verwahren Sie Ihr Gehhilfen am Bett, sodass Sie beim aussteigen die Hilfsmittel sofort parat haben. Wichtig hierbei: Stellen Sie Ihre Hilfsmittel fest. Gerade das Aufstehen am Rollator, welcher nicht festgestellt bzw. gebremst ist, ist eine Gefahr des stolperns. Das nach vorne wegrutschen, welches durch eiliges Handeln geschieht, führt nicht selten zum Sturz. Daher: nehmen Sie sich Zeit und kontrollieren Sie beim aufstehen, ob die Hilfsmittel festgestellt sind.

4. Lassen Sie sich den Patientenruf erklären

Die Patienten im Krankenhaus haben oft die Angst das Personal zu belästigen. Doch das ist nicht der Fall. Die Patienten haben das Recht und sollen den Notruf betätigen, wenn Sie sich nicht sicher beim Laufen sind. Lassen Sie sich die Notrufklingel erklären, sodass Sie Sie jederzeit nutzen können. So kommen wir auch zum nächsten Punkt.

5. Gehen mit Begleitung

Sollten Sie sich beim Gehen nicht sicher fühlen, klingeln sie auf jeden Fall und verlassen das Bett anschließend in Begleitung. Falscher Stolz hat im Krankenhaus kein Platz, denn durch einen Sturz kann Ihr Krankenhausaufenthalt unnötig verlängert werden und vor allem dann, wenn sich Prellungen oder Brüche daraus manifestiert haben. Daher: Haben Sie keine Scheu die Notfallklingel zu betätigen, falls Sie sich unsicher fühlen.

6. Genug Trinken

Die tägliche Trinkmenge einer Person errechnet sich wie folgt:

30ml x *KG = empfohlene Menge
Bsp: 30ml x 70kg = 2100ml ≈ 2 Liter

oder Einfuhr nach Arztanordnung.
Wie dem auch sei, ein weiterer Faktor der Stürze begünstigt ist der Mangel an Flüssigkeitszufuhr. Um es einfach auszudrücken erfährt der Körper die Konsequenzen des Flüssigkeitsmangel und reagiert darauf mit dem Kreislauf, der Blutdruck sinkt (hypotonischer Blutdruck) und der Patient erfährt beim Transfer vom sitzen zum Stehen ein Gefühl des Schwindels welches folglich zum Sturz führt. Das einhalten der Trinkmenge und regelmäßiges Trinken von Wasser oder Säften beugt diesem Risikofaktor vor. Lassen Sie sich auch genügend Vorrat auf dem Nachttisch bringen. Quick-Tipp hier: Trinken sie im Sitzen 1-2 Gläser Wasser bevor Sie aufstehen. Falls Sie liegen sollten, setzen Sie sich zunächst an die Bettkante und trinken dann bzw warten einen Moment, bevor sie aufstehen. So hat Ihr Kreislauf genug Zeit den Lagewechsel zu kompensieren, ohne das sie an einem orthostatischen Kreislaufschwindel leiden müssen.

7. Tragen Sie festes Schuhwerk

Strümpfe reichen alleine nicht für einen sicheren Halt aus. Beim Aufstehen, wie auch beim Laufen können Sie dabei wegrutschen. Daher ist es wichtig feste Schuhe für den Krankenhausaufenthalt mitzubringen. Geeignet sind hierbei günstige Turnschuhe mit Klettverschluss. Die Sind leicht Zu handzuhaben und dienen festen halt. Alternativ sind gerade Patienten mit Ödemen in sofern beeinträchtigt, dass Sie in Ihre gängigen Turnschuhe nicht mehr rein passen. Hierbei können Stolpersocken Abhilfe schaffen. Sie haben eine gummierte Fußsohle und schützen somit vor dem ausrutschen.

Lesen Sie hier was Sie alles für den Krankenhausaufenthalt brauchen: Was brauche ich alles für meinen Aufenthalt im Krankenhaus?

Folgende Klettverschlusssächuhe wurden für Sie gefiltert, nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und Rezensionen der Erfahrungsberichte.

Sehr bequeme Klettverschlusssächuhe. Das Obermaterial besteht aus Leder und das Innenmaterial aus Textilfutter.
Beim Einkauf darauf achten, das die Schuhe etwas klein ausfallen.

 

 

Schwarze ABS-/ Antirutschsocken mit kurzem Schaft. Ideal zur Sturzprophylaxe und sportlichen Aktivitäten. Auch als Überziehsocken auf normale Socken geeignet. Sehr preisgünstig.

 

 

8. Haltegriffe nutzen

In Krankenhäusern ist es mittlerweile Standard, dass an Fluren, Bädern und Treppenhäuser Haltegriffe angebracht sind. Nutzen Sie sie. Gerade bei längeren Wegen im Flur ist es gut einen festen Halt beim laufen zu haben. Ebenso gilt das für die Haltegriffe im Bad, die dem sicheren Stand unterstützen.

9. Hüftprotektoren

Eine zusätzliche, aber nicht gängige Methode die Folgen eines Sturzes zu verringern, ist das Nutzen von sogenannten Hüftprotektoren. Hüftprotektoren sind dünne Schaumstoffkissen, die in die Unterwäsche eingelegt werden. Die entsprechende Unterhose besitzt dafür extra Taschen. Diese Protektoren dienen, im Falle eines Sturzes als Puffer und verteilen den Druck des Aufpralles über eine breite Masse. Dies hat zur Folge das die klassische Schenkelhalsfraktur, die durch einen punktuellen Aufprall entsteht, trotz Sturz verhindert werden soll.

Der Preis-Leistungssieger und mit 5 Sterne Rezensionen ist hierbei die Hüftschutzhose  von StabiloHip L mit Protektoren 1 Set und Hüftschutzhosen

Vorteile sind hierbei die hochwertige Funktionshose aus Baumwolle und Lycra, inklusive Schutzprotektoren aus discoelastischem Weichschaum und spezielle, stoßabsorbierende Wirkung.

 

10. Hören Sie auf ihre innere Stimme

Jeder Ratgeber gibt Ihnen Anweisungen und Hilfsmittel an die Hand, die Ihnen verdeutlichen worauf Sie achten sollen. Doch das Wissen Sie im Grunde bereits schon. Wichtig ist auf seinen Körper zu hören. Wenn Sie merken, dass Sie kraftlos, unsicher oder hastig sind, halten Sie inne. Rufen Sie das Pflegepersonal, welches Ihnen gerne hilft. Denn ein Sturz kann gravierende Folgen für Ihre Gesundheit haben. Eine Prellung am Kopf oder ein Beinbruch gilt es deshalb zu vermeiden. Für Sie und auch für das Personal.

Und für all die frisch Operierten. Scheuen Sie sich nicht um Hilfe zu bitten. Seien Sie unbesorgt, falls zu Beginn die Beine noch etwas wackelig sind. Krankenhäuser haben Toilettenstühle, die direkt an das Bett angelegt werden können und Ihnen den Gang ins Bad ersparen. Bitten Sie das Personal höflichst ins Bad gefahren zu werden, wenn es körperlich nicht geht. Mit der Zeit gelangen Sie wieder an Kraft. Üben Sie das Laufen nach Ihrem empfinden, anfangs nicht alleine und später mit Hilfsmittel. Sprechen Sie mit dem Personal über Ihr Empfinden. Jeder Gang gibt Ihnen mehr Sicherheit und mehr Selbständigkeit.

Ihr Gesundheitsberater und Krankenpfleger

Fabio D’Adamo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü